Ruinen
Langsam gehe ich durch die Ruinen,
die einst mein Leben waren.
überall Trümmer, Zerstörung und Staub.
Tränen brennen in meinen Augen.
Jeder Stein eine Erinnerung.
Erinnerung an bessere Zeiten.
Zeiten ohne Leid.
Gab es diese Zeiten wirklich?
Oder war es gar nur ein Traum?
Nein, es war Wirklichkeit.
Gewesen…
Ich entdecke zwischen den Trümmern
eine einzelne blühende rote Rose.
Ihre Schönheit ist strahlend.
Das einzige Leben zwischen den Ruinen.
Schmerz,
ich möchte schreien, doch kein Laut
kommt über meine Lippen.
Ich falle auf die Knie,
die Steine sind kalt,
die Tränen rennen unentwegt die Wangen hinab,
halte die Rose zwischen meinen Händen.
Das Einzige was blieb.
Kirchenglocke läuten in der Ferne.
Eine schwarze Gestalt erscheint hinter mir und
spricht zu mir:
„Komm, es ist nun Zeit für Dich zu gehen…
Du musst loslassen.“
Doch ich will nicht, will bleiben.
Versuche verzweifelt jeden einzelnen Stein
wieder aufeinander zu setzen.
Irgendwie muss sie doch zurückkommen –
Die Zeit, in der die Seele lächelte.
Die schwarze Gestalt fasst meinen Arm.
Kälte durchströmt mich.
„Ich will nicht, bitte lass mich hier.“
„Du musst loslassen, es hat keinen Sinn.“
Ich weiß, es gibt kein zurück.
Ich pflückte das Letzte was mir geblieben ist.
Und drückte sie fest ans Herz.
Dann stehe ich auf.
Folgte der schwarzen Gestalt
mit schweren Schritten.
Ein allerletzter Blick zurück…
Und über den Ruinen
steht nur ein einziges Wort
„Gewesen“
© Alexandra B.
entstanden im Jahre 2002
entstanden im Jahre 2002
Dies ist die Originalversion meines Textes "Ruinen", den ich hier am 01. Juni geblogt habe.