"Mein Innerstes"
von Karl Mayer
Tief in mich, du enges Leben,
Hast du meinen Sinn gepresst;
Willst die Worte frei nicht geben,
Innen hältst du streng sie fest.
Manchem kann ich mich ergießen
Traulich in das Angesicht;
Dort nur muss ich mich verschließen,
Wo das Herz am wärmsten spricht.
Bin ich ferne, strömt die Rede,
Nah' ich, ist die Rede fern.
Taglicht macht den Himmel öde,
Nur im Dunkeln glüht der Stern.
Sonntag, Juni 22, 2008
Das Blatt
Ein einzig Blatte noch am Baume hängt,
hat alle Stürme überlebt,
hängt wacker dort und krallt sich fest,
doch auch seine letzte Stunde hat geschlagen,
das Ende naht,
die Kräfte schwinden,
und kein winden hilft ihm mehr,
es wird fallen,
in die Tiefe,
...von dort gibt es kein zurück...
© Alexandra B.
02. Dezember 2003
Ein einzig Blatte noch am Baume hängt,
hat alle Stürme überlebt,
hängt wacker dort und krallt sich fest,
doch auch seine letzte Stunde hat geschlagen,
das Ende naht,
die Kräfte schwinden,
und kein winden hilft ihm mehr,
es wird fallen,
in die Tiefe,
...von dort gibt es kein zurück...
© Alexandra B.
02. Dezember 2003
Geschichte
Wie jeden Abend stieg sie mit einer dicken Decke in der Hand und einer Flasche Wein, die Treppen hinauf zum Dach.
Dort setzte sich wie immer auf ihren Lieblingsplatz und schaute zum Himmel hinauf. Die Sterne funkelten zu ihr hinab und sie seufzte.
Sie machte die Flasche Wein auf und goß sich ein Glas ein. Während sie daran nippte nahmen ihre Gedanken ihren Lauf.
Sehnsuchtsvoll schaute sie in die Sterne...
Wer würde sie wohl vermissen, wenn sie - von einem Tag auf den anderen - nicht mehr da wäre?
Für wen, war sie etwas besonders?
Wer brauchte sie?
In wessen Herz würde ihr Gehen ein Loch reissen?
Sie nahm einen großen Schluck Wein und stand auf. Sie ging nach vorne und schaute hinab zur Strasse.
"Bei keinem - Du wirst schnell vergessen sein", halte es durch ihren Kopf.
Eine ein paar verlorene Träne lief an Ihrer Wange hinab.
überall um sie herum waren Menschen, doch sie fühlte sich so einsam als wäre sie der einzige Mensch auf der Welt.
Sie schüttelte traurig den Kopf, ging zurück zur Decke, packte ihre Sachen zusammen und ging wie immer die Treppe hinunter.
Der Schmerz ging hinter ihr her.
© Alexandra B.
Irgendwann 2003
Dort setzte sich wie immer auf ihren Lieblingsplatz und schaute zum Himmel hinauf. Die Sterne funkelten zu ihr hinab und sie seufzte.
Sie machte die Flasche Wein auf und goß sich ein Glas ein. Während sie daran nippte nahmen ihre Gedanken ihren Lauf.
Sehnsuchtsvoll schaute sie in die Sterne...
Wer würde sie wohl vermissen, wenn sie - von einem Tag auf den anderen - nicht mehr da wäre?
Für wen, war sie etwas besonders?
Wer brauchte sie?
In wessen Herz würde ihr Gehen ein Loch reissen?
Sie nahm einen großen Schluck Wein und stand auf. Sie ging nach vorne und schaute hinab zur Strasse.
"Bei keinem - Du wirst schnell vergessen sein", halte es durch ihren Kopf.
Eine ein paar verlorene Träne lief an Ihrer Wange hinab.
überall um sie herum waren Menschen, doch sie fühlte sich so einsam als wäre sie der einzige Mensch auf der Welt.
Sie schüttelte traurig den Kopf, ging zurück zur Decke, packte ihre Sachen zusammen und ging wie immer die Treppe hinunter.
Der Schmerz ging hinter ihr her.
© Alexandra B.
Irgendwann 2003
Herbstlaub
Die Herbstblätter fielen...
auf sie nieder...
als sie auf ihrem Weg durch die Alleen ging...
fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder...
Das Laub sammelte sich auf der Strasse...
sie ging wie auf Wolken,
über die toten Blätter,
die einst so voller Leben waren,
mit bitteren Tränen im Gesicht.
Das Laub
...es fiel...
auf sie hernieder
tod
fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder - ohne Halt...
...und sie ging...
immer weiter...
zum Ende des Weges,
denn sie wußte -
"es wird allen besser gehen ohne mich"...
fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder
© Alexandra B.
20. November 2003
Die Herbstblätter fielen...
auf sie nieder...
als sie auf ihrem Weg durch die Alleen ging...
fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder...
Das Laub sammelte sich auf der Strasse...
sie ging wie auf Wolken,
über die toten Blätter,
die einst so voller Leben waren,
mit bitteren Tränen im Gesicht.
Das Laub
...es fiel...
auf sie hernieder
tod
fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder - ohne Halt...
...und sie ging...
immer weiter...
zum Ende des Weges,
denn sie wußte -
"es wird allen besser gehen ohne mich"...
fallen, fallen - auf und nieder - immer wieder -auf und nieder - immer wieder
© Alexandra B.
20. November 2003
Sonntag, Juni 01, 2008
Gedanken zur Seele

Nicht besonders lyrisch oder ein schriftstellerisches Meisterwerk, nur ein paar Gedanken...
Seelenheil
Wenn eine Seele weint,
dann trockt kein Taschentuch jemals ihre Tränen.
Wenn eine Seele schreit,
dann wird niemals jemand auch nur ein Wort hören.
Wenn eine Seele verletzt wird,
reissen tiefe, schmerzende Wunden,
aber es gibt kein Pflaster, keinen Verband,
der die Wunden verschließt.
Nur wahre Liebe kann die Schmerzen lindern,
und auch die Zeit heilt machmal Wunden,
doch die Narben bleiben...
(c) Alexandra B.,
Original geschrieben im Dezember 2003, Überarbeitet im August 2005
Eine kleine Geschichte...

Ruinen
Langsam gehe ich durch die Ruinen,
die einst mein Leben waren.
Tränen brennen in meinen Augen.
Jeder Stein eine Erinnerung.
Jeder Stein ein Teil meines Lebens.
Jeder Stein eine Geschichte...
lustige, traurige, schmerzhafte und schöne Geschichten.
Gewesen…
Ich entdecke zwischen den Trümmern
eine einzelne blühende rote Rose.
Ihre Schönheit ist strahlend.
Das einzige Leben zwischen den Ruinen.
Erinnerungen,
bittersüße Melancholie.
Ich falle auf die Knie,
die Steine sind kalt,
ich halte die Rose zwischen meinen Händen und rieche daran.
Das Einzige was von damals blieb.
Kirchenglocken läuten in der Ferne.
Eine Gestalt erscheint hinter mir und
spricht:
„Komm, es ist nun Zeit für Dich zu gehen…
Du musst loslassen.
Der Weg geht weiter, es gibt kein zurück.“
Doch ich will nicht, will bleiben, verharren - habe Angst vor dem was kommt.
Versuche verzweifelt jeden einzelnen Stein
wieder aufeinander zu setzen.
Irgendwie muss sie doch zurückkommen –
Die Zeit,
die Vergangenheit.
Die Gestalt fasst sanft meinen Arm.
Ich erschaudere...
Ich weiß, es gibt kein zurück.
Ich pflückte die Rose und
halte sie fest.
Erinnerungen bleiben... ob man will oder nicht.
Dann stehe ich auf.
Folge der Gestalt
mit schweren Schritten,
ohne zu wissen, wohin sie mich führt.
Ein allerletzter Blick zurück…
Und über den Ruinen
steht nur ein einziges Wort
„Gewesen“
Nun schaue ich nach vorne.
Gehe meinen Weg...
Sonnenstrahlen durchbrechen die Wolken
und ich weiß:
Es geht nach Hause.
(c) Alexandra B.,
Geschrieben im Jahre 2002, "aufpoliert" im Jahre 2005 und 2008

Die Klippe
Der Tag neigte sich seinem Ende, als sie einsam den schmalen Weg hinauf zu den Klippen stiegt.
Tränen rannen leis an Ihren Wangen hinab.
In einer Hand trug sie einen hölzernen Käfig, in dem ein junger Falke saß.
Vor ca. einem Jahr hatte sie ihn im Wald gefunden. Er war damals aus seinem Nest gefallen und sie hatte ihn aufgenommen. Klein und kurz vor dem verhungern, saß er damals am Wegesrand. Sie nahm ihn mit nach hause und zog ihn groß. Nun war er ein starker, kräftiger Bursche und bereit in die Freiheit entlassen zu werden.
Als sie oben auf der Klippe angekommen war, blieb sie eine Weile stehen und betrachtete den Feuerball, der langsam begann im Meer zu versinken.
Sie öffnete den Käfig und sprach zu ihrem Falken: "Flieg, meiner kleiner Freund. Fliege der Sonne entgegen und genieße fortan Deine endlose Freiheit. Eine Freiheit, die mir nie vergönnt war." Der Falke blickte etwas ungläubig, hüpfte dann aber aus seinem Verlies, breitete seine Schwingen aus und flog mit einem freudigen Schrei gen Himmel.
Ihr Kleid wärmte sie schon lange nicht mehr. Noch enger schlung sie ihren Umhang um den Körper. So verharrte sie eine Weile und blickte dem Falken solange nach, bis er aus ihrem Blickfeld verschwunden war.
Der Wind sang ein trauriges Lied. In der Ferne läuteten Kirchenglocken. Die Brandung schlug unten sanft gegen die Klippen. Die Möwen kreischten. Kreischten ein Lied, welches von der Ewigkeit erzählte.
Ihr war kalt. Seit so langer Zeit war ihr schon so unendlich kalt. Keine Decke, kein Feuer und auch nicht die Sonne konnten sie noch wärmen. In ihrem Herzen waren ihre vielen Tränen zu Eis erfroren. Der tiefe Schmerz in ihr, fraß ihre Seele auf. Sie wollte nicht mehr frieren.
Sie ging noch näher an den Abgrund heran. Die Tränen rannen noch immer und doch würden sie bald versiegen. Der Wind fuhr ihr durch das lange Haar.
Sie blickte hinauf zu den Möwen und sprach laut mit zitternder Stimme: "Meine Freunde der Lüfte, wie gerne würde ich fliegen wie ihr. Bitte erfüllt mir heute einen einzigen Wunsch. Tragt mich auf Euren Schwingen in eine andere Welt. In eine Welt in der ich wieder Wärme spüre." Die Möwen schrien. Sie breitete Ihre Arme aus und lächelte sanft. Dann flog sie los.
Flog einen kleinen Augenblick dem roten Feuerball entgegen, der gerade im Meer versank. Zum ersten Mal seit so vielen Jahren spürte sie wieder Wärme in ihrem Herzen. Dann zerschellte ihr Körper auf dem Boden.
Der Falke kehrte zurück und kreiste noch lange über ihrem toten Körper. Er sang ein Lied von tiefster Trauer.
Die Nacht legte sich über die Welt und ein neuer Stern funkelte am Horizont.
(c) Alexandra B.,
geschrieben am 30. Juni 2002
Altirischer Segenswunsch
Laß nur jene in dein Labyrinth,
die Hoffnung in den Händen tragen
und Zärtlichkeit in ihren Augen,
die Tage nicht nach Stunden messen
und ihr Herz öffnen dem Zauber
hinter den Erscheinungen -
und dabei ganz vergessen,
den Ausgang zu suchen.
Und wieder geht ein Tag zu Ende...
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