Sonntag, Juni 01, 2008

Eine kleine Geschichte...


Ruinen

Langsam gehe ich durch die Ruinen,
die einst mein Leben waren.

Tränen brennen in meinen Augen.
Jeder Stein eine Erinnerung.
Jeder Stein ein Teil meines Lebens.
Jeder Stein eine Geschichte...
lustige, traurige, schmerzhafte und schöne Geschichten.

Gewesen…

Ich entdecke zwischen den Trümmern
eine einzelne blühende rote Rose.
Ihre Schönheit ist strahlend.
Das einzige Leben zwischen den Ruinen.

Erinnerungen,
bittersüße Melancholie.

Ich falle auf die Knie,
die Steine sind kalt,
ich halte die Rose zwischen meinen Händen und rieche daran.
Das Einzige was von damals blieb.

Kirchenglocken läuten in der Ferne.
Eine Gestalt erscheint hinter mir und
spricht:
„Komm, es ist nun Zeit für Dich zu gehen…
Du musst loslassen.
Der Weg geht weiter, es gibt kein zurück.“

Doch ich will nicht, will bleiben, verharren - habe Angst vor dem was kommt.
Versuche verzweifelt jeden einzelnen Stein
wieder aufeinander zu setzen.

Irgendwie muss sie doch zurückkommen –
Die Zeit,
die Vergangenheit.

Die Gestalt fasst sanft meinen Arm.
Ich erschaudere...

Ich weiß, es gibt kein zurück.
Ich pflückte die Rose und
halte sie fest.

Erinnerungen bleiben... ob man will oder nicht.

Dann stehe ich auf.
Folge der Gestalt
mit schweren Schritten,
ohne zu wissen, wohin sie mich führt.

Ein allerletzter Blick zurück…

Und über den Ruinen
steht nur ein einziges Wort

„Gewesen“

Nun schaue ich nach vorne.
Gehe meinen Weg...

Sonnenstrahlen durchbrechen die Wolken
und ich weiß:
Es geht nach Hause.

(c) Alexandra B.,
Geschrieben im Jahre 2002, "aufpoliert" im Jahre 2005 und 2008

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